Die Wissenschaft hinter Capivio
Der Mechanismus: Was auf Zellebene passiert
In den Mitochondrien wird das Licht von einem Enzym namens Cytochrom-c-Oxidase absorbiert – dieses Enzym reagiert besonders empfindlich auf Licht im Bereich von 600–900 nm. Durch die Lichtabsorption wird hemmendes Stickstoffmonoxid aus dem Enzym gelöst, wodurch die Zellatmung wieder ungebremst ablaufen kann. Das Ergebnis: mehr Sauerstoffverbrauch, mehr Glukosestoffwechsel und deutlich mehr ATP – die Energiewährung der Zelle. Mehr Energie bedeutet: Die Zellen im Haarfollikel können wieder aktiver arbeiten, sich schneller teilen und den Haarwuchs unterstützen.
Vasodilatation: bessere Durchblutung der Kopfhaut
Gleichzeitig wird durch die Lichtstimulation zusätzliches Stickstoffmonoxid freigesetzt, was die Blutgefäße rund um den Follikel erweitert (Vasodilatation). Das verbessert die Durchblutung der Kopfhaut – mehr Sauerstoff und Nährstoffe erreichen die Haarwurzel, ein Umfeld, das aktives Haarwachstum begünstigt.
Warum ausgerechnet Rotlicht bei 650 nm?
Nicht jede Lichtfarbe wirkt gleich – das zeigt die Forschung.
Die Studie im Detail
In einer Laborstudie mit kultivierten menschlichen Haarfollikeln zeigte sich, dass Rotlicht bei 650 nm die Zellteilung im Follikel messbar erhöhte und den Übergang von der Wachstumsphase (Anagen) in die Übergangsphase (Katagen) deutlich verzögerte – das Haar bleibt also länger in der aktiven Wachstumsphase.
Eine RNA-Sequenzierungsanalyse der Forscher zeigte zudem, welche Gene durch die Rotlichtbehandlung aktiviert wurden – u. a. Prozesse rund um Zellstoffwechsel und Zellkontakt, die mit Follikelaktivität in Verbindung stehen.
DER HAARZYKLUS
Anagen
Aktive Wachstumsphase, kann Jahre dauern.
Katagen
Kurze Übergangsphase.
Telogen
Ruhephase, danach fällt das Haar aus.
Bei erblich bedingtem Haarausfall verkürzt sich die Anagenphase zunehmend, während mehr Follikel in die Ruhephase rutschen – das Haar wird dünner, bevor es ganz ausfällt. Photobiomodulation setzt genau hier an: Sie verlängert die aktive Wachstumsphase und hilft, mehr Follikel in diesem produktiven Zustand zu halten.
Eine 2021 im Journal of Clinical and Aesthetic Dermatology veröffentlichte Meta-Analyse wertete 7 doppelblinde, randomisierte, kontrollierte Studien zu FDA-zugelassenen Heimgeräten aus. Ergebnis: ein statistisch signifikanter Anstieg der Haardichte gegenüber Schein-Behandlung (standardisierte Mittelwertdifferenz: 1,27), mit positiven Effekten bei Männern und Frauen, sowohl bei Kamm- als auch bei Helm-/Kappen-Geräten.
Eine aktuellere Netzwerk-Metaanalyse (2025) wertete 26 randomisierte Studien mit insgesamt 1.638 Teilnehmenden aus und bestätigte den signifikanten Effekt von Lichttherapie auf die Haardichte im Vergleich zu Schein-Behandlungen – über verschiedene Gerätetypen und Behandlungsdauern hinweg (4 bis 26 Wochen).
Unsere Therapie basiert auf wissenschaftlich fundierten Methoden und wird individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.
Die Behandlung bietet nachweisliche Verbesserungen in Lebensqualität, Wohlbefinden und langfristiger Gesundheit.
Eine typische Sitzung dauert zwischen 45 und 60 Minuten, abhängig von Ihrem individuellen Behandlungsplan.