Die Wissenschaft hinter Capivio

Was in dem Moment passiert, in dem Rotlicht deine Kopfhaut trifft

Wenn du die Kappe aufsetzt, dringt Licht in einem bestimmten Wellenlängenbereich (sichtbares Rotlicht, meist um 650 nm) durch die Kopfhaut bis zu 2–3 mm tief ein – genug, um die Haarfollikel, die Dermalpapille (die "Kommandozentrale" jedes Haarfollikels) und umliegende Stammzellen zu erreichen. Dort trifft das Licht auf die Mitochondrien der Zellen – die Kraftwerke, die Energie für jeden Wachstumsprozess liefern.

Der Mechanismus: Was auf Zellebene passiert

In den Mitochondrien wird das Licht von einem Enzym namens Cytochrom-c-Oxidase absorbiert – dieses Enzym reagiert besonders empfindlich auf Licht im Bereich von 600–900 nm. Durch die Lichtabsorption wird hemmendes Stickstoffmonoxid aus dem Enzym gelöst, wodurch die Zellatmung wieder ungebremst ablaufen kann. Das Ergebnis: mehr Sauerstoffverbrauch, mehr Glukosestoffwechsel und deutlich mehr ATP – die Energiewährung der Zelle. Mehr Energie bedeutet: Die Zellen im Haarfollikel können wieder aktiver arbeiten, sich schneller teilen und den Haarwuchs unterstützen.

Quelle: Hamblin MR, "Mechanisms and Mitochondrial Redox Signaling in Photobiomodulation", Photochemistry and Photobiology, 2018.

Vasodilatation: bessere Durchblutung der Kopfhaut

Gleichzeitig wird durch die Lichtstimulation zusätzliches Stickstoffmonoxid freigesetzt, was die Blutgefäße rund um den Follikel erweitert (Vasodilatation). Das verbessert die Durchblutung der Kopfhaut – mehr Sauerstoff und Nährstoffe erreichen die Haarwurzel, ein Umfeld, das aktives Haarwachstum begünstigt.

Warum ausgerechnet Rotlicht bei 650 nm?

Nicht jede Lichtfarbe wirkt gleich – das zeigt die Forschung.

Ohne Rotlicht
Mit 650 nm Rotlicht
Anagen
Anagen-Phase
Aktive Wachstumsphase, kann Jahre dauern. In dieser Phase teilen sich die Zellen im Haarfollikel aktiv und das Haar wächst kontinuierlich.
Katagen
Katagen-Phase
Übergangsphase, dauert wenige Wochen. Das Haarwachstum verlangsamt sich und der Follikel beginnt sich zurückzubilden.
Telogen
Telogen-Phase
Ruhephase, das Haar fällt aus. Der Follikel ruht, bevor ein neuer Zyklus beginnt.
Anagenphase messbar verlängert

In einer Laborstudie mit kultivierten menschlichen Haarfollikeln zeigte sich, dass Rotlicht bei 650 nm die Zellteilung im Follikel messbar erhöhte und den Übergang von der Wachstumsphase (Anagen) in die Übergangsphase (Katagen) deutlich verzögerte – das Haar bleibt also länger in der aktiven Wachstumsphase.

Eine RNA-Sequenzierungsanalyse der Forscher zeigte zudem, welche Gene durch die Rotlichtbehandlung aktiviert wurden – u. a. Prozesse rund um Zellstoffwechsel und Zellkontakt, die mit Follikelaktivität in Verbindung stehen.

Quelle: Yang K. et al., "Hair Growth Promoting Effects of 650 nm Red Light Stimulation on Human Hair Follicles and Study of Its Mechanisms via RNA Sequencing Transcriptome Analysis", Annals of Dermatology, 2021, 33(6):553–561.
WISSENSCHAFT & WIRKUNG

DER HAARZYKLUS

01

Anagen

Aktive Wachstumsphase, kann Jahre dauern.

02

Katagen

Kurze Übergangsphase.

03

Telogen

Ruhephase, danach fällt das Haar aus.

Bei erblich bedingtem Haarausfall verkürzt sich die Anagenphase zunehmend, während mehr Follikel in die Ruhephase rutschen – das Haar wird dünner, bevor es ganz ausfällt. Photobiomodulation setzt genau hier an: Sie verlängert die aktive Wachstumsphase und hilft, mehr Follikel in diesem produktiven Zustand zu halten.

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doppelblinde RCTs ausgewertet
SMD 1,27 Standardisierte Mittelwertdifferenz – signifikanter Anstieg der Haardichte vs. Schein-Behandlung.
Peer-Reviewed Randomisiert-Kontrolliert Doppelblind

Eine 2021 im Journal of Clinical and Aesthetic Dermatology veröffentlichte Meta-Analyse wertete 7 doppelblinde, randomisierte, kontrollierte Studien zu FDA-zugelassenen Heimgeräten aus. Ergebnis: ein statistisch signifikanter Anstieg der Haardichte gegenüber Schein-Behandlung (standardisierte Mittelwertdifferenz: 1,27), mit positiven Effekten bei Männern und Frauen, sowohl bei Kamm- als auch bei Helm-/Kappen-Geräten.

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Studien in aktueller Netzwerk-Metaanalyse
1.638 Teilnehmende
4–26 Wochen Behandlungsdauer

Eine aktuellere Netzwerk-Metaanalyse (2025) wertete 26 randomisierte Studien mit insgesamt 1.638 Teilnehmenden aus und bestätigte den signifikanten Effekt von Lichttherapie auf die Haardichte im Vergleich zu Schein-Behandlungen – über verschiedene Gerätetypen und Behandlungsdauern hinweg (4 bis 26 Wochen).

Unsere Therapie basiert auf wissenschaftlich fundierten Methoden und wird individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Die Behandlung bietet nachweisliche Verbesserungen in Lebensqualität, Wohlbefinden und langfristiger Gesundheit.

Eine typische Sitzung dauert zwischen 45 und 60 Minuten, abhängig von Ihrem individuellen Behandlungsplan.